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Erich-Priebke-Marsch in Niedersachsen! Drucken E-Post
Dienstag, 30. März 10

Gemeinschaft, körperliche Ausdauer, Willensstärke und Durchhaltevermögen waren die vier Eigenschaften, die uns am vergangenen Wochenende zum erwünschten Erfolg verhalfen. Denn am vergangenen Wochenende traten viele junge Mitglieder und Interessenten der JN Osnabrück/Osnabrücker Land an, um den 1. Erich- Priebke-Marsch in Niedersachsen nach dem Vorbild der Kameraden aus NRW, die ihn am gleichen Wochenende zum zweiten Mal leisteten, durchzuführen. Bei diesem Marsch soll an den Menschen Erich Priebke, der sich noch im hohen Alter in Gefangenschaft befindet und mittlerweile der älteste Gefangene der Welt ist, erinnert werden. Informationen zu der Person Erich Priebke findet Ihr unter www.erich-priebke.de.

Der Freitag zum „warm werden“!

Bereits am Freitag traf man sich, um eine Strecke von 40km zum „warm werden“ für den folgenden Sonnabend über Acker, Felder und hügelige Waldlandschaften mit dem Fahrrad zu fahren. Die Woche über lud das Wetter ja förmlich dazu ein. Doch am Freitag sollte alles anders kommen.

Schon morgens hörte man die Meldung über eine Unwetterwarnung im Radio. Vor Sturm und Regen warnte man unentwegt. Doch ein bisschen Wind und zwei, drei tropfen Wasser sollten uns nicht daran hindern, einen Tag in Gemeinschaft und Abenteuerlust zu erleben. Tatsächlich erwies sich der Wind als etwas stärker und der Regen schaffte es, die Regenkleidung in kürzester Zeit aufzuweichen.

Aber was soll's, man ist ja nicht aus Zucker und schlechtes Wetter hat uns die gute Laune noch nie verdorben. Anfangs, muss man gestehen, war der starke Wind sogar sehr von Vorteil. So erreichte man Spitzengeschwindigkeiten von über 50km/h, die das Herz höherschlagen ließen. Als weiteren Höhepunkt kann man das Herunterfahren einer riesigen, sehr steilen Treppe werten, bei der jeder Teilnehmer sein fahrerisches Geschick beweisen musste. Der Eine oder Andere lacht jetzt vielleicht, er hat die Treppe aber nicht gesehen.

Aber wo der Wind anfangs noch von hinten gedrückt hatte, gab er logischerweise bei der 20km langen Rückfahrt mit ganzer Kraft von vorne sein bestes. Die aufgeweichten Wege, in denen die Reifen fast stecken blieben, waren außerdem sehr kräftezehrend und sorgten dafür, dass jeder Muskel in den Beinen zu spüren war. Aber alle hielten bis zum Schluss wacker durch, auch wenn den Einen oder Anderen die Kräfte verlassen wollten. Ununterbrochen peitschender Regen, extremer Wind, aufgeweichte Wege, Berge, sowie die durchnässten, mit Matsch beschmierten Klamotten haben uns nicht gehindert, in guter Laune ans Ziel zu kommen. Zwar erschöpft, aber mit der Gewissheit, einen lustigen Tag erlebt zu haben, fuhr man dann wieder nach Hause. Am nächsten Tag sollte es dann nämlich mit dem eigentlichen Erich-Priebke-Marsch losgehen.

Am Sonnabend der Erich Priebke- Marsch

Am Morgen des Sonnabends trafen sich die Kameraden aufs Neue, um ihre körperliche Leistungskraft zu testen und natürlich unter Beweis zu stellen. Die JNler, die bereits am Tag zuvor die Strecke in der „Dammer Schweiz“ und die Umrundung des Dümmersees mit dem Fahrrad unternommen hatten, erschienen leicht angeschlagen mit Muskelkater, aber mit vielen erlebten Geschichten vom Vortag am Treffpunkt.

Als erstes wurde der Aussichtsturm in der „Dammer Schweiz“ auf dem „Mordkuhlenberg“ angesteuert. Von ihm aus kann man bis zu 80km bei gutem Wetter gucken. Leider war es wieder bewölkt, aber dafür den ganzen Tag trocken.

Auf dem Aussichtsturm wurde die Morgenfeier abgehalten. Bei dieser wurde die Sage um den „Mordkuhlenberg“ verlesen. Nach dem darauf folgenden ausgiebigen Frühstück machte man sich auf, um nach einem Marsch von etwa weiteren acht Kilometern durch einen wunderschönen Wald zum Dümmersee zu gelangen.

Am Dümmer angekommen, konnte man noch die Reifenspuren, die einige cm tief in die Erde gedrückt waren, vom Tage zuvor erblicken. Bei dem Regen traute sich wohl niemand sonst heraus. Der Anblick der vermatschten Wege ließen nun auch die letzten verstummen, die über den Muskelkater ihrer Kameraden lachten.

Weiter ging es mit frohem Mut und immer mit einem Lied auf den Lippen um den Dümmersee, dessen Umrundung 18km umfasst. Unterwegs konnte man noch an manchem Aussichtsturm rasten und die schöne Natur auf sich wirken lassen. Beim Mittagessen wurde dann noch die Entstehungsgeschichte des „Dümmers“ mit ihrer Sage vorgetragen. So hat jeder Teilnehmer noch etwas Geschichtliches über unsere herrliche Landschaft mit nach Hause nehmen können.

Als der „Dümmer“ dann bewältigt war, ging es mit straffem Schritt wieder Richtung Ausgangspunkt. Dort angekommen war man schon sehr erleichtert, hatte man doch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5km/h den ganzen Tag über gehalten. Aber mit dem Erreichen des Marschziels war der Tag für die JN Osnabrück/Osnabrücker Land noch nicht zu Ende. Man teilte sich auf und besorgte noch schnell in Gruppen alles, was man für einen schönen Abend in kameradschaftlicher Runde beim Grillen benötigt. So saß man noch lange zusammen und konnte sich über das Geleistete der letzten zwei Tage sowie die gelebte Gemeinschaft freuen.

JN- Osnabrück/Osnabrücker Land

 
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